Homöopathie

Was ist Homöopathie?

Die Homöopathie ist eine Jahrhunderte alte, ganzheitliche, medizinische Arzneitherapie, die gleichsam auf Körper und Geist wirkt, die Selbstheilungskräfte fördert und bei akuten und chronischen Krankheiten angewendet wird. Sie hilft Patienten in jedem Alter, auch bei Schwangerschaft und während der Stillzeit. Vorrausetzung ist jedoch, dass Krankheitssymptome vorhanden sind. Diese weisen dann den Weg zum passenden Mittel.

Wie läuft eine Behandlung ab?

In einem ausführlichen Anamnesegespräch werden alle aktuellen Beschwerden erfragt. Wichtig für die homöopathische Mittelfindung sind aber auch bisherige Erkrankungen, psychische Belastungen, Reaktionen auf Wetteränderung oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Auch das individuelle Schlafverhalten spielt eine Rolle.

Wie lange dauert eine homöopathische Behandlung?

Das hängt zumeist vom jeweiligen Krankheitsbild ab, ob also eine akute oder chronische Erkrankung vorliegt. Bei einer chronischen Krankheit spielt auch noch eine Rolle, wie lange diese schon besteht. Bei akuten Erkrankungen kann eine einmalige Behandlung ausreichen, bei chronischen Problemen kann die homöopathische Therapie durchaus mehrere Monate in Anspruch nehmen. Wichtig sind regelmäßige Kontrollen, weil oft auch immer wieder die Therapie angepasst werden muss.

Wie oft muss ein homöopathisches Mittel verabreicht werden?

Das hängt vom Krankheitsbild ab: Von einmaliger Einnahme mit dann mehrmonatiger Pause, bis zu täglicher Verabreichung.

Bei welchen Krankheiten ist eine Behandlung sinnvoll?

Gute Behandlungserfolge mit Homöopathie gibt es etwa bei Hauterkrankungen und Allergien, gynäkologische und urologische Beschwerden, psychische Probleme, neurologische Erkrankungen, HNO- und Atemwegs-Infekte, chronische Schmerzen, Magen- und Darmerkrankungen.
Besonders wirkungsvoll ist die homöopathische Behandlung auch bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen: Kinderkrankheiten, häufige Infekte wie etwa Mittelohrentzündungen, aber auch Schul- und Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeit zählen ebenfalls zum Repertoir dieser Behandlungsmethode.

Wann stößt Homöopathie an ihre Grenzen?

Wenn Organe so stark beeinträchtigt sind, dass körpereigene Abwehrkräfte und Funktionen nicht mehr richtig funktionieren: Zuckerkrankheit bei Kindern und Jugendlichen, Leberzirrhose, Knochenbrüche,…

Wie wirken homöopathische Mittel?

Die Arzneien stammen aus dem Pflanzen- und Tierreich und der Welt der Mineralien: In einem aufwändigen Verfahren werden diese Essenzen extrem verdünnt und vorwiegend als Globuli oder Dilutionen (Flüssigkeiten) verabreicht. Diese setzen dann durch gezielte Reize Selbstheilungskräfte im Körper in Gang.

Die Homöopathie wird somit als Regulationstherapie gesehen. In der klassischen Homöopathie werden nur Einzelmittel und keine Komplexmittel (Kombinationspräparate) verwendet. Anfangs – zumeist in den ersten beiden Wochen nach der Mitteleinnahme – können sich die Beschwerden, besonders jene, die schon längere Zeit bestehen, vorübergehend kurz verschlimmern, was jedoch als ein positives Signal bzw. Ansprechen auf die Therapie zu werten ist.

Grundsätzlich wird mit Hilfe der Homöopathie das Immunsystem des Menschen gestärkt und es wird verhindert, dass Krankheitsbilder chronisch werden.

Wie schnell wirken homöopathische Mittel?

Eine Besserung ist davon abhängig, wie lange der Patient bereits an den Beschwerden laboriert hat und wie intensiv die Probleme sind. Bei akuten Krankheiten ist die Besserungen bereits nach Stunden zu erwarten. Bestehen die Schwierigkeiten bereits über Monate oder gar Jahre, muss man damit rechnen, dass die Linderung mehrere Wochen oder Monate in Anspruch nimmt. Manchmal ist auch eine dauerhafte Begleittherapie nötig.

Beeinflusst eine laufende schulmedizinische Therapie?

Grundsätzlich nein, doch kann es sein, dass man die homöopathische Therapie anpassen und das Mittel mitunter auch täglich verabreichen muss.

Haben homöopathische Mittel Nebenwirkungen?

Bei unsachgemäßer Einnahme können homöopathische Arzneien durchaus Nebenwirkungen verursachen.